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Umbauaktion auf 34-er Auslässe

Auspuff für die neuen Einsätze vorbereiten, Einbau und Blende anbringen

 

xjr-avatar9Winterzeit ist Umbauzeit.

 

Hier nun die ausführliche und bebilderte Beschreibung, wie die Auspuffmodifikation bei einer XJR 1300 - RP10 vonstatten geht.

 

Für die Auspuffmodifikation sind folgende Teile und Werkzeuge nötig:

 

 Teileliste

- Auspuffeinsätze ( ich verwende Einsätze  mit 34 mm Innendurchmesser)

- Nietensatz aus VA-Stahl

- Auspuffblenden mit M5-Nietmuttern aus Stahl

- Ausbohrwerkzeug (lange Bohrkrone)

- Kunstoff-Hülse als Führung für die Bohrkrone

- Bohrmaschine (am besten eine mit verstellbarer Drehzahl)

- 5 mm Stahlbohrer zum Ausbohren der Nieten

- 7 mm Stahlbohrer zum Erweitern des Bohrloches

- Filzstift

- Schneidöl

- Mattschwarzer Ofenlack

- Hammer

- Durchschlag (2-3 mm)

- Eisensägeblatt

- Eisenfeile

- Staubsauger (wenn man die Tüten nicht abbauen will)

- Nietwerkzeug ( Nietzange, die auch M5-Nietmuttern verarbeiten kann)

 

Anzeichnen des Lochkreises

Bevor wir loslegen, sollte der Lochkreis am vorhandenen Auslass innerhalb der Rohrblende mit dem Filzstift angezeichnet werden.

Die Bohrkrone schneidet nämlich ein Loch, dass nicht gross genug ist, um die neuen Einsätze einzusetzen ( s. Bilder).

Für meine Auslässe ist der angezeichnete Kreis groß genug.

 

bestehende Blenden abnehmen

Danach werden die Nieten mit einem 2-3 mm Durchschlag in den Auspuff getrieben und die Nieten mit einem 5mm Stahlbohrer ausgebohrt.

 

Hier in "grün" der angezeichnete Lochkreis, den ich für meine 34-er Auslässe benötige.

Die drei Nieten sind duchgeschlagen und ausgebohrt.

Damit können die zwei Blenden abgenommen und beiseite gelegt werden.

 

 

bestehenden Auslass ausbohren

Als nächstes wird die Kunststoff-Hülse auf den bestehenden Auslass geschoben, um anschließend eine

gute Führung für das Bohrwerkzeug zu haben.

 

Jetzt wird das Ausbohrwerkzeug aufgesetzt und mit Hilfe nicht allzu hoher Drehzahl und entsprechender Verwendung

von Schneidöl die erste Wandung durchbohrt

Nicht mit Gewalt arbeiten, ihr braucht die Bohrkrone noch für weitere drei Wandungen!

 

Nun kann die Kunststoffhülse abgenommen werden.

Das Bohrwerkzeug muss jetzt ca. 10 cm weiter eingeführt werden, um die zweite Wandung zu erreichen.

Das Auslassrohr hat konstruktionsbedingt einen leichten Knick. Ihr müsst das Bohrwerkzeug also etwas 

hin und herbewegen, damit ihr tiefer kommt.

Die zweite Wandung ist nicht mehr so stark wie die erste und hat bald verloren. Evtl. das Bohrwerkzeug 

nochmal komplett herausziehen und mit Schneidöl kühlen.

 

Hier sieht man, dass die Bohrkrone ca. 10 cm weit eingeführt ist, bevor man auf die zweite Wandung stösst.

Nach dem Durchbohren der zweiten Wandung kann der Original-Auslass mit einer Zange problemlos aus

dem Endtopf gezogen werden.

 

Hier die beiden ausgebohrten Einsätze. Links ist der leichte Knick des Auslaßrohres zu sehen.

 

Trotz angepasster Drehzahl und Einsatz von reichlich Schneidöl - die Bohrkrone hat ganz schön gelitten.

 

Anpassen des Lochkreises auf den neuen Auslass

 

Nun muss noch der Auslass erweitert werden.

Hier hilft mir der vorher mit Filzstift angezeichnete Lochkreis, den meine neuen Auslässe benötigen.

Ich bohre mit einem 7mm Stahlbohrer Loch an Loch entlang des Kreises.

Wenn ich eine Stichsäge gehabt hätte, wär es damit sicher schneller gegangen.

Aber mit entsprechend Geduld, Schneidöl und nicht allzu hoher Drehzahl klappt das schon.

Anschließend säge ich mit dem schmalen Eisensägeblatt die Zwischenräume der Bohrlöcher auf und feile

zuletzt noch die scharfen Kanten mit der Eisenfeile weg.

 

 

Zuletzt sauge ich die in den Topf gefallen Späne und Nietstifte feinsäuberlich mit einem Staubsauger raus.

Wer will, kann die Tüten auch ausbauen und die reingefallenen Sachen rausschütteln.

 

Bevor nun wieder alles mit den neuen Auslässen und Blenden zugemacht wird, nochmal ein Blick ins 

Innenleben des ausgebohrten Endtopfes.

 

Die vorhandenen Rohrblenden werden gereinigt und die schwarzen Deckblenden werden neu lackiert.Zusätzlich sprühe ich
auch die Schnittkanten im Inneren der Töpfe mit der schwarzen Farbe ein. 

 

Hierzu verwende ich hitzebeständigen Ofenlack

 

 

 

Anbau der neuen Auslässe und Blenden

 

 

Die bestehenden drei Nietlöcher (5 mm) werden mit einem 7mm Stahlbohrer erweitert.

Anschließend werden die M5-Nietmuttern für die äussere Verblendung mit einer Nietmutternzange eingenietet

 

 

Die 34-er Auslässe, darüber die Rohrblende, zuletzt die schwarze Deckblende werden mit kurzen M5-Schrauben

erst mal provisorisch mit dem Endtopf verschraubt. Anschließend werden mit dem 5 mm Stahlbohrer drei neue 

Löcher komplett durchgebohrt. Diese neuen Bohrlöcher dienen dann zum Vernieten der drei Blenden mit dem Endtopf.

Vorher nochmal alles abschrauben und die Bohrrückstände aus dem Auspuff saugen. Anschließend wieder alles

provisorisch zusammenschrauben und die drei Blindnieten mit einer guten Blindnietzange vernieten (VA-Nieten verwenden,

Alu-Nieten sind keine Dauerlösung).

 

 

Danach die drei provisorischen Schrauben entfernen und die Abschlußblende mit den Originalschrauben am Endtopf anbringen - fertig!

 

 

 

Schaut super aus!

 

 

 

vorher:

 

nachher:

 

Und der Sound ist einfach umwerfend!

 

Hier eine Kurzanleitung als PDF zum Download

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   
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